Auf unserer Facebook-Fanpage (http://bit.ly/Gruenderzeit) haben wir vor einigen Wochen die Frage zur Diskussion gestellt, welche Fehler man beim Gründen einer Gemeinde vermeiden sollte.
Einige Meinungen hier im Überblick:
Ich ruiniere eine Gemeinde wenn…
+ zu viel Wert auf Zahlen (mehr Leute, mehr Mitarbeiter) gelegt wird.
+ zu früh mit öffentlichen Veranstaltungen begonnen wird.
+ die Vision unklar ist und die Bereitschaft, diese auch zu leben.
+ das Gründungsteam zu klein ist.
+ man sich von Finanzen abhängig macht (durch Fixkosten wie Raummiete etc.).
+ auf das Thema “Geld” oder “Geben” nicht thematisiert wird.
+ man zu wenig Zeit für Gemeinschaft, Parties, Begegnungen hat (weil es doch so viel zu tun gibt…).
+ zu wenig über das Thema Leiterschaft (was verstehen wir darunter?) gesprochen wird.
+ man kaum Relevanz für das direkte Umfeld hat (wo können wir Menschen um uns herum Gottes Liebe ganz praktisch zeigen, ohne dass sie gleich bei uns mitarbeiten oder dabei sein müssen?).
Alle Kommentare und Rückmeldungen findest du hier.
“Ruinieren” ist ein krasses Wort. Ist das so, dass Gemeindegründungen tatsächlich an diesen Punkten scheitern (iSv. Aufgabe)?
Auf jeden Fall sind es relevante Punkte, die eine Gemeindegründung stark bremsen können. So zumindest meine Vermutung (so lange bin ich ja noch nicht dabei).
Andererseits erfahre ich auch:
Trotz etlicher Fehler oder Schwächen schreibt Gott auf krummen Linien gerade.
Also, ich habe die Frage im Vineyard DACH Forum gestellt … ruinieren hin oder her. Auch aus eigener Anschauung weiss ich, wie leicht eine Gründung scheitern kann. Das ist schmerzhaft und eine Menge Dinge kann man auf dem Weg falsch machen. Deshalb ist es wichtig von den Fehlern anderer zu lernen. Dann kann man sich voll auf die eigenen konzentrieren.
[...] Top-Tipps: Wie ruiniere ich eine Gemeinde…? [...]
Hallo zusammen
Sehr spannend von andern zu hören was no-goes sind. Würde sehr gerne über einige der Punkte diskutieren.
1. + zu früh mit öffentlichen Veranstaltungen begonnen wird.
Nun wenn damit gemeint ist, dass man sich nicht gleich in ein programmüberladenen Gemeindealltag schmeisst dann stimme ich dem zu.
Die öffentlichen Anlässe können aber auch eine Hilfe sein Menschen zu erreichen und evangelistisch zu erreichen.
Kommt für mich auf die Vision und die Ressourcen des Teams an.
2. + das Gründungsteam zu klein ist.
Ich glaube wenn Gott eine Bestellung macht hat er auch die Mittel um das zu „bezahlen“ Berufung von Gott seht mir hier mehr im Vordergrund. Sicher ist es einfacher mit einem Team von 20 Menschen zu starten aber wenn Gott sagt geh dann sollte die Frage sein wohin und nicht die Antwort: „Sorry, habe leider keine 20 Leute.“
Den Punkt „+ zu wenig über das Thema Leiterschaft (was verstehen wir darunter?) gesprochen wird.“ Kann ich noch nicht ganz einordnen. Würde gerne erfahren was damit gemeint war.
Gruss easyfisch